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Diabetes

In unserer heutigen Gesellschaft kommt es vermehrt zur Diagnose Diabetes, die Hauptgründe dafür sind ein ungesunder Lebenswandel und die fehlerhafte und einseitige Ernährung im Alltag. Aber es gibt verschiedene Arten von Diabetes, wobei einige davon nicht präventiv behandelt werden können. Man unterscheidet die Formen von Diabetes mellitus, Diabetes insipidus, Diabetes renalis, Amin-Diabetes (Cystinose) und Phosphatdiabetes voneinander.

Bei Diabetes mellitus treten zwei verschiedene Krankheitsbilder auf, es gibt den mellitus Typ 1 und den mellitus Typ 2, die häufigste Diabetes Erkrankung. Im Fall von mellitus Typ 1 ist eine Vorbeugung nicht möglich, da die Ursachen nicht beeinflusst werden können. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem sich gegen die gesunden Körperzellen richtet und sie zerstört. Hierbei kommt es zur Produktion von Antikörpern, die die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören.

Der Diabetes Typ 1 entwickelt sich langsam, sodass während des Beginns der Krankheit keine auffälligen Blutzuckerwerte auftreten. Die im Blut vorhandenen Antikörper können aber bereits festgestellt werden. Der Diabetes kann trotz Erkennung nicht geheilt werden. Somit kann das notwenige Hormon Insulin, je nach noch vorhandenen Zellen, nur noch geringfügig oder überhaupt nicht mehr produziert werden. Insulin wird gebraucht um den Blutzuckerspiegel im Blut zu senken, kann es nicht ausreichend vom Körper selbst hergestellt werden muss es mittels Insulinspritzen zugeführt werden. Diese Form des Diabetes tritt häufiger auf, wenn bereits Diabetiker des mellitus Typ 1 in der Familie vorhanden sind und das Risiko in die Folgegenerationen vererbt werden kann.

Der Diabetes mellitus Typ 2 unterscheidet sich wesentlich vom Typ 1, da beim Typ 2 Diabetes die Produktion von Insulin nicht beeinträchtigt ist, das Gegenteil ist der Fall. Bei dieser Form des Diabetes ist zu viel Insulin im Blut vorhanden, weil die Bauchspeicheldrüse mehr und mehr produziert. Der Grund dafür ist die zunehmende Resistenz der Körperzellen auf das Insulin. Die Folge ist, dass die im Blut vorhandene Glukose, die wir mit der Nahrung aufnehmen, nicht mehr in die Zellen transportiert werden kann. Die Glukose bleibt im Blut und der Blutzuckerwert steigt an, das veranlasst wiederum die Produktion von noch mehr Insulin, wodurch der Insulinspiegel steig, dieser Ablauf wird als Hyperinsulinämie bezeichnet. Dauert dieser Prozess an kommt es mit der Zeit zur Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen und zur dauerhaften Herz-Kreislauferkrankung, die zum frühzeitigen Tod führt. Die Ursachen für Diabetes Typ 2 können eine genetische Vorbelastung, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung und Übergewicht sein. Dennoch ist der Ausbruch der Krankheit noch abwendbar, wenn die Insulinzellen noch nicht zu stark beeinträchtigt sind. Durch einen gesunden Lebenswandel und körperlichen Aktivitäten kann der Stoffwechsel normalisiert werden. Wenn es zum Ausbruch von Diabetes mellitus Typ 2 kommt muss dem Körper, dessen Insulinzellen erschöpft sind, das Hormon durch Injektionen zugeführt werden.

Der Diabetes insipidus führt zur Störung des Wasserhaushalts im Körper, aufgrund der mangelhaften Ausschüttung des Hormons ADH im Gehirn. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zum chronischen Wassermangel im Körper, da es zur erhöhten Harnproduktion und dessen Ausscheidung kommt. Der Betroffene leidet unter ständigem Durst, trockener Haut und Schleimhäuten. Des Weiteren führt es zu Verstopfungen und es kann zu Kreislaufstörungen bis hin zu Zusammenbrüchen kommen. Es gibt zwei verschiedene Formen des Diabetes insipidus. Zum einen herrscht eine Unterversorgung mit dem Hormon ADH, das eine Folge einer Operation sein kann und zum anderen besteht eine Resistenz der Nieren auf das Hormon, in diesem Fall ist es ausreichend vorhanden. Diabetes insipidus kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten, Ursachen können Operationen, Medikamente, Erkrankungen am Hirn, Folgeerscheinungen einer Nierenerkrankung oder in einigen Fällen auch angeboren sein. Es kann nicht auf eine bestimmte Altersgruppe diagnostiziert werden, die Behandlung erfolgt bei schwerem Verlauf medikamentös. Ist der Wasserhaushalt nicht zu stark gestört kann der Wasserverlust auch durch eine höhere Wasseraufnahme ausgeglichen werden.

Bei Diabetes renalis kommt es durch eine gestörte Funktion der Nieren zur Ausscheidung der Glukose durch den Urin, obwohl keine Intoleranz der Glukose oder ein überhöhter Zuckerwert des Blutes vorhanden ist. Diabetes renalis kann angeboren sein, aber auch im Verlauf des Lebens auftreten. So kann es Beispielsweise während der Schwangerschaft zu einer erhöhten Glukoseausscheidung kommen, diese vorübergehende Form kann durch die Veränderung des Hormonhaushalts ausgelöst werden. In den meisten Fällen verläuft diese Funktionsstörung ohne Symptome und hat keine Beschwerden zur Folge. Es kann zur erhöhten Ausscheidung von Urin kommen und bei Belastungen eine leichte Unterzuckerung hervorrufen. Ein Teil von Patienten leidet unter gelegentlichen Erscheinungen wie Nervosität, Müdigkeit oder Atemnot. Es sind keine Spätfolgen bekannt und bedarf in den meisten Fällen keine Therapie. Amin-Diabetes (auch Cystinose) ist eine Störung des Zellstoffwechsels, bei der der Transport von Cystin nicht mehr richtig abläuft. Das Cystin wird vor allem in der Cornea (im Auge), Bindehaut, Milz, Leber, den Lymphknoten und im Knochenmark gespeichert, in den meisten Fällen treten hierbei keine schweren Symptome auf. Ganz anders ist das bei den Nieren, hier kommt es zu starken Störungen der natürlichen Funktionen. Die Krankheit beginnt zunächst ohne spezifische Erscheinungen (z.B. Erbrechen, Fieber) und wird meist nicht als Amin-Diabetes diagnostiziert. Mittels einer Spaltlampenuntersuchung können die Kristallablagerungen, durch das Cystin, im Auge erkannt werden. Die Schädigung der Niere führt zu Hypokaliämie (Kaliummangel) und zu Azidose, die zu schweren Stoffwechselstörungen führen kann. Die Cystinose kann durch Medikamente ausgeglichen, aber nicht rückgängig gemacht werden, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht anschlägt ist als letzte Konsequenz eine Nierentransplantation notwendig.

 

Bei der Phosphatdiabetes kommt es zu einer erhöhten Phophatkonzentration im Harnstoff, im Normalfall wird das Phosphat teilweise in den Stoffwechselkreislauf zurückgegeben. Die vermehrte Ausscheidung hat eine Wachstumsstörung der Knochen zur Folge, da das Phosphat zum einlagern von Calcium in den Kochen benötigt wird. Die Symptome treten bereits im frühen Kindesalter auf und sind häufiger bei Mädchen zu beobachten. Es kommt zur Deformierung des Skeletts, sowie zum mangelhaften Zahn- und Gehörgangsaufbau.

 

Der Phosphatdiabetes wird durch eine Genmutation eines Allels auf dem X-Chromosom ausgelöst. Der Erbgang der Krankheit ist x-chromosomal-dominant und wird durch die Weitergabe des mutierten Allels auf die nachfolgende Generation übertragen. Der Grund der Erkrankung ist noch nicht geklärt, es wird jedoch vermutet, dass das mutierte Gen die Regulierung eines Hormones zur Phosphatrückgewinnung stört. Die Erkrankung kann nicht behoben werden, aber durch die Einnahme von Phosphattabletten kann bei frühzeitiger Anwendung eine Deformation verhindert werden.